Ich mache gerade einen Star Trek Voyager-Rewatch und ich glaube mehr und mehr, dass Naomi Wildman sich zu meiner Lieblingsfigur entwickelt.
Spoiler zu kompletten Next Generation-Serie, sowie zu den späteren Staffeln von Voyager.
Kinder bei Star Trek sind ja immer so eine Sache. Wesley Crusher zum Beispiel war ja von einigen stark kritisiert worden. Er gilt als nervig.
(Wobei ich persönlich ihn nach dem TNG-Rewatch vor ein paar Wochen eher überpowert finde. Er kann alles, ist klüger als ausgebildete Offiziere und wird dann auch noch als neues reisendes Superwesen ausgesucht?)
Jake Sisko wiederum bleibt eigentlich bis auf wenige Episoden gar nicht im Gedächtnis.
Aber Naomi? Sie ist etwas zu klug, das schon. Gut, sie ist halb Kaitianerin und wächst daher vermutlich etwas schneller, wie sonst könnte sie mit nur vier Jahren von einer Schauspielerin gespielt werden, die da schon über 10 war? Aber, dass sie in dem Alter schon jede Menge wissenschaftliche Dossiers über Planeten, astronomische Phänomene und Co liest? Etwas drüber.
Aber trotzdem ist Naomi nicht nur ein wirklich gutes Plot Device für sowohl Neelix‘ als auch Sevens Entwicklung, sondern auch eine gute Identifikationsfigur für die Zuschauer*innen. Sie versucht, hilfreich zu sein, obwohl sie nicht ausgebildet ist. Sie versucht, zu verstehen, was sie nicht schon seit Jahren macht, sieht, kennt. Damit hilft sie auch dem Publikum vor dem Fernseher, manche Dinge zu verstehen.
Gleichzeitig ist es schade, dass ihre Rolle bis auf eine Folge nie wirklich über Plot Device hinausgeht. Hoffentlich wird sie irgendwann in einer späteren Serie noch einmal aufgegriffen und kann erneut durch Offenheit, Neugier und ein gutes Herz bestechen und diesmal ihre eigene Geschichte erzählen.