Zur Weihnachtszeit – und besonders aktuell, wo ich an einem Weihnachtsroman arbeite – werde ich zum Monster. Ich schaue einen Weihnachtsfilm nach dem Anderen. Und da ich vorhin bei einer Frage nach guten Filmen feststellen musste, dass ich kaum einen noch im Gedächtnis habe, werde ich jetzt die, die ich schaue, auch kurz rezensieren. Mehr, damit ich selbst eine Übersicht habe. Daher:
Spoiler für den ganzen Film
Bestseller-Autorin braucht nach der Scheidung von ihrem Mann eine Auszeit und reist nach Schottland, wo ihr Vater als Kind gelebt hat. Sie besichtigt das Schloss, dessen Ländereien ihr Großvater betreut hat, und erfährt, dass das Schloss verkauft werden muss und die Bevölkerung des Dorfes fürchtet, dass es dann nicht mehr erhalten bleibt.
Der Duke, dem das Schloss gehört, will es unbedingt halten, weiß aber nicht wie.
Als die Autorin das Schloss kaufen will, vereinbart er eine nicht zu erstattende Anzahlung und eine Probezeit – fest entschlossen, sie vorher wieder fortzuekeln und mit der Anzahlung auszukommen, bis er eine andere Idee hat, an Geld zu kommen und seinen Familienwohnsitz zu erhalten. Doch er ist nicht etwa nur geldgierig – er braucht das Geld auch, um das Dorf zu erhalten, das er sonst potenziell an Immobilienhaie verkaufen müsste.
Es kommt, wie es kommt, immerhin ist das eine Romanze.
Wenn man den Film auf Englisch schaut, ist er wirklich nicht schlecht. Ich meine, es gibt natürlich wieder die völlig irrationalen Konflikte, die offenbar Not tun, weil Autor*innen nicht wissen, wie sie Spannung erzeugen sollen, wenn ihre Charaktere es wirklich schaffen, mit einander zu reden.
Und dazu gibt es sehr viel wunderbaren, schottischen Dialekt – und hey, sogar ein bisschen Diversity (psychisch bedingter Mutismus, PoC, …).
Auf Deutsch wird Scots – eine bestimmte Sprache, die nicht in dem Sinne ein Dialekt ist – einfach nur mit Nuscheln übersetzt. Die Übersetzung ist also nicht zu empfehlen.
Und natürlich ist der Groundskeeper des Dukes interessanter und hübscher als der Love Interest der Geschichte. Aber das ist ja in solchen Filmen immer so. Butler und Co sind immer die besten Figuren.
Besonderes: Es gibt ein Cameo von Figuren aus anderen Netflix-Weihnachtsfilmen.